Nachtrag zur „kleinen Erfolgsgeschichte“

Agilität braucht feste Regeln

Düsseldorf, den 29. Juni 2019

„Ich bin überrascht, wie groß das Interesse bei unseren Kunden und Partnern ist!“ sagt Michael Schaaf, Geschäftsführer der hc:VISION. Das Unternehmen hatte in zwei vorangegangenen Beiträgen (Neun Jahre hc:VISION – eine kleine Erfolgsgeschichte und Neun Jahre hc:VISION – eine kleine Erfolgsgeschichte: Teil 2) u.a. auf die Bedeutung von Agilität für die „kleine Erfolgsgeschichte der hc:VISION“ hingewiesen. „Für uns als Softwareunternehmen sind agile Methoden selbstverständlich“, sagt Volker Keim, Mitglied der Unternehmensleitung und zugleich für die Entwicklung der hc:VISION verantwortlich. „Überrascht hat uns allerdings der Informations- und Diskussionsbedarf zu diesem Thema – und zu der Frage, wie wir Agilität in der hc:VISION leben. Wir haben den Eindruck, dass die Digitalisierung viele Unternehmen gerade auch im Gesundheitswesen dazu bringt, bisherige Prozesse und Strukturen zu hinterfragen“, so Volker Keim weiter.

Jörg Schreiber, der das Produktmanagement in der Unternehmensleitung der hc:VISION verantwortet, kann das derzeitige Interesse an Agilität gut nachvollziehen, weist aber darauf hin, dass der Ansatz einerseits kein Allheilmittel ist – und zum Anderen nur funktioniert, wenn klare und strenge Spielregeln befolgt werden: „Erfolgreiche agile Unternehmen, sind zunächst einmal vor allem auch sehr disziplinierte Unternehmen. So braucht es schon ein Team, das mit der hohen Eigenverantwortlichkeit umgehen kann und zugleich außerordentlich selbstkritisch ist. Die einzelnen Teammitglieder müssen in der Lage sein – wenn nötig – mit schonungsloser Offenheit klug umzugehen. Zugleich müssen sie im Sinne des Projektes aber auch schnell die richtigen Schlüsse ziehen – und diese umsetzen. Agilität bedeutet daher oftmals gerade auch das Gegenteil von grenzenloser individueller Freiheit. Vielmehr ist eine immer transparente und starke Führung der Projektverantwortlichen notwendig. Auch wenn das wie ein Widerspruch klingt: Nur so funktionieren Organisationen mit flachen Hierarchien. Für mich ist die agile Organisation daher eine der anspruchsvollsten Organisationsformen“.

Für Michael Schaaf ist das agile Unternehmen ein modernes „permanent lernendes Unternehmen“, das sich unter den Vorzeichen der mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungsgeschwindigkeit immer wieder kritisch hinterfragen muss. Dazu ist einerseits eine hohe Fehlertoleranz notwendig. Andererseits gilt es klare Regeln aufzustellen, wie mit erkannten Fehlern umzugehen ist, damit sie sich nicht wiederholen. „Wir sind extrem selbstkritisch“, so Michael Schaaf. „Wir prüfen laufend, ob wir noch auf dem richtigen Kurs sind. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir gerade zusammen mit Vania Biole von der Hochschule Ludwigshafen, in diversen Workshops den agilen Status quo der hc:VISION untersucht haben. Zusammen haben wir zudem Maßnahmen und Aktivitäten definiert, die uns helfen, noch besser zu werden“.

Vania Biole legt in Ihrem Studium gerade einen Schwerpunkt auf das Thema Prozessoptimierung. In ihrer Abschlussarbeit, die auch die Untersuchungen bei der hc:VISION berücksichtigen, wird sie sich intensiv mit der agilen Organisation beschäftigen. „Ich kann an dieser Stelle natürlich keine Details verraten. Nach meinen intensiven Workshops und den Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen der hc:VISION, habe ich aber die Überzeugung gewonnen, dass die hc:VISION ein extrem agiles Unternehmen ist“, fasst Vania Biole ihr Fazit zusammen.

„Das Ergebnis freut uns sehr“, so die drei Mitglieder der Unternehmensleitung einhellig. „Noch mehr freut uns allerdings, dass uns Frau Biole als ausgewiesene Prozessexpertin auch nach ihrer Abschlussarbeit als Kollegin erhalten bleibt!“

Wegen des großen Interesses an dem Thema Agilität, haben wir Frau Biole gebeten, die wesentlichen Begriffe und Methoden zusammenzufassen. Die Ausarbeitung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Die Agile Organisation – Vania Biole